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6.1. Streuexperimente an reinen Metallen
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Abbildung 6.8: Aus den Strukturfaktoren S(Q) der Abb. 6.7 bestimmte Paarkorrela-
tionsfunktionen
auch asymmetrisch, und weist auf der rechten Seite eine Schulter auf. Diese wird mit
abnehmender Temperatur deutlicher. Die Auswertung der Paarkorrelationsfunktion
des flüssigen Eisen zeigt, dass es keinerlei Evolution des ersten Nachbarabstandes in
Abhängigkeit der Temperatur gibt. Wie bei Zirkon und Nickel nimmt die Koordinati-
onszahl zu, während gleichzeitig die Abstände übernächster Nachbarn mit sinkender
Temperatur abnehmen (Abb. 6.9). In Abb. 6.10 sind die Strukturfaktoren S(Q) und
in Abb. 6.11 die Paarkorrelationsfunktionen g(r) der Eisenschmelze bei der maximal
erreichten Unterkühlung von T = ¡210K aufgeführt. Die Strukturfaktoren wur-
den aus Messungen am HRPT unter einer Wellenlänge von ¸ = 1:22°
A gewonnen.
Leider ist die Statistik der Messung nicht ausreichend, um einen Strukturfaktor zu
erhalten, der eine weiterreichende Aussage zur Entwicklung der Struktur der Schmel-
ze mit zunehmender Unterkühlung liefert, da das Rauschen größer ist als die bei den
Messungen an Eisenschmelzen am D20 festgestellte Variation von S(Q) als Funktion
der Temperatur. Dies verdeutlicht, wie schwer es ist, einen aussagekräftigen Struk-
turfaktor einer tief unterkühlten Schmelze zu erhalten, und dass es wichtig ist, einen
hohen Neutronenfluss in Kombination mit einem Multidetektor zu haben, um eine
gute Statistik zu erhalten. Aufgrund der Unterkühlung ist die Messzeit begrenzt, und
das Probenvolumen ist, durch die elektromagnetische Levitation bedingt, (trotz ihrer
Vorteile gegenüber anderen in Kapitel 5 vorgestellten Methoden) relativ klein.
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